"Uff de' schwäb'sche Eisebahne…"
Die Proteste gegen Stuttgart 21 als Spielwiese der Gegensouveränität

In Stuttgart wird ein Bahnhof gebaut. Der schäbige, alte Kopfbahnhof, der die Durchreisenden dazu zwang, länger als eigentlich nötig in der Spießermetropole Nummer 1 zu verweilen und kostbare Lebenszeit für mehr als einen Blick auf ein trostloses Beispiel antimoderner Architektur zu opfern, wird endlich abgerissen. Doch was machen die Schwaben und ihr möchtegernschwäbischer Anhang? Sie protestieren dagegen. Nicht, dass ihnen ihre Stadt so gut gefällt ist der Grund dafür, dass sie völlig aus dem Häuschen sind, wenn endlich mal jemand städtebauliche Maßnahmen ergreift, denn man sieht diesen verzückt dreinschauenden Gesichtern auch aus größter Entfernung noch die erbärmlich bornierte Existenz an, die sie hochtrabend „Leben“ nennen.

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