Kante (Burkhard)

Das erste vorwiegend instrumentale Album der Gruppe Kante wurde 1997 veröffentlicht. Von Anfang an dabei: der Schlagzeuger Sebastian Vogel und der Gitarrist Peter Thiessen. 2001 folgt das zweite Album. Mit „Zweilicht“ gelingt Kante der Charteinstieg.

Die Fans mögen die genreübergreifende Musik der Band, die nun Gesang und Text in den Mittelpunkt stellt. Das dritte Album trägt den Titel „Zombi“ und erscheint 2004 bei EMI. In einem Pressetext spricht die Band von diesem Album in den höchsten Tönen: „Eine überquellende und verdichtete, erwachsene und doch drängende, majestätische Schallplatte, euphorisierend und dunkel zugleich…. „Zombi“ handelt von der Krise ? vom Zustand der Schwebe und den Momenten des Umbruchs ebenso wie von der Euphorie des Beginns und der elektrisierenden Spannung der Erwartung,“ auf die der Basiste Andreas Krane aber nach 10 Jahren Bandmitgliedschaft keine Lust mehr hat. Noch vor der Tour zum Album verläßt der Kante. Der Abstand zwischen den Alben wird geringer.

MOON, STARS AND PLANES (über grooveshark einspielen)

Moon, stars and planes
cool cars and trains
take away my pain
moon, stars and planes

Schon 2006 erscheint „Die Tiere sind unruhig“. Die Tiere ist das bis dahin rockigste Album der Musiker. Die Zeitschrift „Musikexpress“ kührt das Album, das vorwiegend live im Studio aufgenommen wird, zur Platte des Jahres.

Wenig später kommt es zu einer Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut, für das Kante in Russland eine Konzerttour durchführt. Am Wiener Burgtheater unterstützt die Gruppe die Inszenierung des Handke-Stücks „Spuren der Verirrten“ und steht 24 Mal auf der Bühne des Akademietheaters. Weitere Theaterarbeiten entstehen im Zusammenhang mit Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“, Jonathan Lethems Roman „Du liebst mich, du liebst micht nicht“, Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und Brechts „Der gut Mensch von Sezuan“.

Weitere Infos zur Band Kante unter kantemusik.de

ICH HAB’S GESEHEN (über grooveshark einspielen)

Ich hab’s gesehen
ich war vor Ort
ich hab das Herz der Dunkelheit sich öffnen sehen
ich sah die Falter vor den Lampen
und die Schatten auf den Pieren
die Geier auf den Rampen
und die Motten im Klavier

Ich sah die Stadt
in Aufruhr stehen
ich sah den Sturm die Trümmer durch die Strassen wehen
ich sah die Hitze in den Blicken
und die Kosten explodieren
und der Wind wehte die Erde
durch die Ritzen in den Türen

Ich hab die Dunkelheit gesehen
wie sie kein Auge vorher sah
ich hab die Nacht in voller Pracht
in allen Farben funkeln sehen

Es war ein Rausch
es war ein Fest
ich sah den Karneval durch Hamburgs Strassen ziehen
ich sah die ungebetenen Gäste
an den goldenen Büffets
ich sah den Teufel an sich zweifeln
und die saure Milch im Tee

Ich sah die Welt
kopfüber stehen
ich sah das Wasser in den Flüssen aufwärts ziehen
ich sah die Friedhöfe verlassen
und den Krieg den Frieden wahren
ich sah den Schöpfer heimlich weinen
und die Planeten aus der Bahn

Ich hab die Dunkelheit gesehen
wie sie kein Auge vorher sah
ich hab die Nacht in voller Pracht
in allen Farben funkeln sehen

Ich hab’s gesehen
ich war vor Ort
und wenn ich will
geh ich zurück
ich kenn‘ die Tricks
das Schlüsselwort
ich weiss wie’s geht
denn ich war dort

Ich hab die Dunkelheit gesehen
wie sie kein Auge vorher sah
ich hab die Nacht in voller Pracht
in allen Farben funkeln sehen