Lesermeinung
Der Schlichterspruch ist eine Ohrfeige …

… für die Bahn und ein Misstrauensvotum gegenüber dem Stuttgarter Oberbürgermeister und der baden-württembergischen Landesregierung, aber auch für die Stuttgarter Industrie- und Handelskammer (IHK), die sich in kritikloser Verherrlichung dieses Projektes besonders hervortat. Das einzige Argument für den Tiefbahnhof, das übrigbleibt, sind die Kosten für einen Ausstieg. Der Schlichterspruch spricht von der Notwendigkeit, der Bodenspekulation durch Einrichtung einer Stiftung einen Riegel vorzuschieben. Die Sorgen bezüglich dem Mineralwasser mögen übertrieben sein, aber ganz unbegründet sind sie dennoch keineswegs. Zwischen dem, was ein Ingenieur plant und eine Baufirma ausführt, gibt es eine Diskrepanz – siehe das Kölner Stadtarchiv. Wer haftet, wenn trotzdem etwas passiert ! Also müsste ein Fond aufgelegt werden, in den die Bahn und alle beteiligten Baufirmen einzahlen müssten, für den Fall, dass Schäden an Gebäuden und den Quellen durch Eingriffe in die natürlichen Wasserkreisläufe entstehen. Zwar wäre ein Verlust der Mineralquellen durch Verunreinigung unersetzlich und wahrscheinlich irreparabel, – dennoch wäre die Auflage eines Haftung-Fonds von – um eine Zahl zu nennen – 500 Millionen Euro eine Denkhilfe an die Betreiber, ob es sich wirklich lohnt, diese Risiken einzugehen !(Confusius)