Werner Baumgarten
Preisträger Stuttgarter Friedenspreis 2010 (überarbeitete Version)

Warum ich doch eher nervös als alles andere vor dem Gespräch mit Werner Baumgarten war, weiß ich gar nicht genau. Das Büro in der Vogelsangstraße befindet sich in meiner weiteren Nachbarschaft. 10-15 Minuten Fußweg. Ich war eine gute viertel Stunde zu früh da, wenn ich dem Glockenschlag der Kirche am Bismarckplatz glaube. Dummerweise hatte ich auch noch meine Uhr vergessen. Punkt sechs habe ich dann geklingelt. Aus der Gegensprechanlage vernahm ich die leise die Aufforderung in die zweite Etage zu kommen. Trotz Mikrofonständer und Umhängetasche gelang es mir noch auf dem Weg nach oben mein Kaugummi in einem alten Papiertaschentuch unterzubringen und beides in der Hosentasche zu versenken.
Werner Baumgarten ist etwa 1.80 m groß. Er ist Jahrgang 1950 und hat mit dem Gewicht keine Probleme. Er humpelt leicht. Der Mittelfinger der linken Hand ist verbunden. Den habe ich mir letztens verstaucht, erklärt er. Er bittet mich in sein Büro, in dem ich mich nicht unwohl fühle. Ich bin froh, dass ich diesen riesigen Mikrofonständer mitgenommen habe. Die Distanz zwischen meinem Besucherstuhl und seinem Bürostuhl wäre zu groß gewesen, um das Miktrofon während des Gesprächs hin und her zu schwenken. Das Mikrofon sitzt fest, das Aufnahmegerät platziere ich seitlich hinter Werner Baumgarten auf der Verlängerung seines Arbeitstisches. Ich bitte ihm um eine Sprechprobe. Er sagt: Montag, 8.November, 18.00 Uhr.

(Ich habe diesen Beitrag am Tag nach der Sendung vor allem bezüglich der Übergänge zwischen Fragen und Antworten noch einmal überarbeitet.)