Stuttgarter Appell

Offener Brief an alle Befürworter und Gegner des Projekts „Stuttgart 21“ und die demokratischen Parteien in Baden-Württemberg

Der Streit um das Neubauprojekt „Stuttgart 21“ und die scheinbar unausweichlich eskalierende Konfrontation zwischen Gegnern und Befürwortern des Milliardenprojektes haben in jüngster Zeit bedenkliche Dimensionen angenommen. Der Konflikt tangiert die Stadt, die Region und das Land. Weit entfernt von jedem demokratischen Konsens besteht die große Gefahr, dass diese Konfrontation auf Jahrzehnte hinaus die traditionell von Gemeinschaftssinn geprägte politische Kultur der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg nachhaltig schädigt. Geht die Eskalation auf diese Weise weiter, wird es nur Verlierer geben.

21 Gedanken zu „Stuttgarter Appell

  1. Ich wünsche dem Appell ein riesiges Echo. Als Gegner des Bahnprojekts macht mich die „Sprachlosigkeit“ der gewählten Vertreter meiner Stadt betroffen und traurig. Wenn der Appell dazu beiträgt, dass die Sprachlosigkeit überwunden und ein produktiver Disput gestartet wrid, wäre das gelebte Demokratie.

  2. Sehr geehrte Damen und Herren, auf Stuttgarter Appell http://www.die-anstifter.de/?p=6601 sprechen Sie von einem Volksentscheid. Auf welche rechtliche Grundlage stützen Sie sich dabei? Wer soll daran teilnehmen? Stuttgart oder die Region oder Baden-Württemberg oder Deutschland? Es fällt mir schwer, mich Ihrem Stuttgarter Appell anzuschließen, wenn Ihr Aufruf so schwammig formuliert ist. Mit freundlichem Gruß Stefan Pantschitz

  3. Liebe Mitstreiter!

    Ich unterstütze den Appell und ein Moratorium voll und ganz innerhalb des Rechtskonstruktes ‚NGO Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH‘. ***

    Trotzdem habe ich einige Fragen dazu: Wer ist in Ihrem Text mit „das Volk“ gemeint? Was ist mir Demokratie gemeint? Welche Demokratie?

    Warum setzen Sie die Hoffnung in einen Appell und einen Volksentscheid? Haben Sie es noch nicht gemerkt? Die hohen Herren geben nichts auf den Willen der Mehrheit aus dem Volk. Im Jahr 2009 wurde die bislang größte Petition Deutschlands (gegen Internetzensur) *ignoriert*! Später musste das Bundesverfassungsgericht der Politik ihre Grenzen zeigen; die Milliarden waren aber schon ausgegeben!

    Warum sollte das nun bei Stuttgart 21 anders sein? Mit einem Volksentscheid wird man vielleicht mehr erreichen, als mit der ausstehenden Entscheidung über die Urheberrechtsklage (keine aufschiebende Wirkung, also eh für die Katz), aber es wird so kommen, dass der Bahnhof und der Park zur Hälfte abgerissen sind, und erst dann haben wir einen Volksentscheid. Dann sind Milliarden schon ausgegeben, und es werden wieder Milliarden fürs Aufräumen und Wiederaufbau benötigt.

    Setzen wir uns doch besser mit den grundsätzlichen Systemfehlern auseinander! Dafür ist JETZT genau die richtige Zeit.

    Ich bin überzeugt davon, dass man mit Demos, Trillerpfeifen, Radau und Rämmidemmi nicht viel ändern wird. Das sage ich trotz vollster Anerkennung der Demonstranten und ihrer Interessen. Die Lösung liegt darin, die Rechtslage zu verstehen.

    http://www.natuerlicheperson.de/pdf/Sklaven.pdf

    Viele Grüße und viel Erfolg.

    *** Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin wissen es schon, wann machen Sie die Augen auf?
    Sigmar Gabriel: http://www.youtube.com/watch?v=KsEHnMMKfLU
    Jürgen Trittin: http://www.youtube.com/watch?v=g5bC66LMHZI
    Russia Today: http://www.youtube.com/watch?v=EO9Ao3HAKwQ

    1. Eine alte Dame fragte mich, wie Menschen ohne P und Internetzugang ihre Unterschrift unter den Stuttgarter Appell setzen können. Ist hierfür bereits Sorge getragen worden? Wenn nicht, sollte dies rasch geschehen. Es gibt nicht wenige alter Menschen, die sich beteiligen möchten, Die heutige Sendung, 16 Uhr in SWR3 mag diese Gruppe noch vergrößern. Herzliche Grüße, Gudrun Gbert Hirsch

      1. StuttgarterAppell Schade dass man zur Stimmabgabe jeweils eine eigen e-mail-Adr. benötigt!! Wir haben halt in unserem Haushalt mehrere „Stimmberechtigte“, aber nur eine e-mail!! Ihr könntet viel mehr Stimmen bekommen!!!! Ist Problem erkannt??

        1. ich habe eben den stuttgarter appell unterzeichnet; danach wollte auch mein Mann, Dr. Jürgen Rode, unterzeichnen, das hat aber der Automat verweigert, da wir die gleiche e-mail Adresse haben. Biite fügen Sie seine Unterschrift in Ihrer Liste hinzu.

          1. Technische Schwierigkeiten beim Unterzeichnen Stuttgarter Appell Liebe Anstifter, hab mich gerade beim Stuttgarter Appell eingetragen. Nun 2 technische Problem-/Fragen eines Computer-Laien: 1) ist die Liste der Unterstützer nicht öffentlich? – wie normal bei Unterschriftsaktionen? (einen Vermerk/ Einverständniserklärung hab ich allerdings nicht gesehen/ übersehen?). Ich persönlich hätte Interesse daran, zu sehen wer noch alles Unterstützer ist (welche meiner Bekannten ich evtl. noch fragen könnte). 2) meine Frau versuchte nach mir, sich ebenfalls einzutragen, unter derselben Mailadresse: goegru@t-online.de. Darauf bekamen wir den Vermerk: nicht möglich, weil was mit email-adresse nicht stimmt“. Wie kann dies Problem gelöst werden?? (gibts doch öfters, dass Familienangehörige dieselbe email-adresse haben?!) Danke für Antwort und Gruss aus Bad Cannstatt (Dr. med.) Peter Görgler

  4. Ich finde es auch sehr schade, daß man sich die Liste der Unterstützer des Stuttgarter Appells nicht anzeigen lassen kann.

    1. Hallo, wie können Leute ohne Internet und ohne Emailadresse den Stuttgarter Appell unterzeichnen? Gibt es Listen zum Eintragen? Jede Emailadresse funktioniert nur einmal, so dass ich meine Schwiegermutter nicht bei mir mit registrieren kann. Sie möchte aber auch unterzeichnen. Bitte um schnelle Antwort. Viele Grüße, Heike Voß

      1. Lieber Peter und andere Appellanten! Appell! Appell! Jetzt aber schnell ins Netz, zu unterschreiben fürs Moratorium ganz einfach um eine Pause zu erhalten und die Denke einzuschalten. Mein Elan ist groß, hab schon unterschrieben, doch was machen all die Lieben, die weder Netz noch inter, weder mail noch printer haben? Und die wollen ebenso ihr Grollen kundtun schnell in jenem Appell? So mein Rat: Schreite zur Tat und gib denen ohne PeTse und bar der Netze einen Weg in den Appell – gute Idee, gell? Es grüßt auf die Schnelle der olle Schelle der sich mit den SchusterDrexlern reibt und am Ende oben bleibt.

  5. Bitte trennen: K21 gegen S21 und Schnellbahn nach Ulm und München.
    K21 mit vergleichbarer Verkehrsleistung wie S21 wäre möglich durch erhebliche Umbauten der Gleis- und Tunnelanlagen.
    Alle ICEs und auch Regionalzüge sind heute Wendezüge, die sofort in der Gegenrichtung weiter fahren können.
    Die Kosten für K21 mit Anschluß des Flughafens dürften kaum geringer sein als das derzeitige S21 mit den erheblichen verkehrstechnischen Beschränkungen, vor allem in Tunnels.

  6. Stuttgarter Appell
    Es gibt Sammellisten zum Downloaden auf der Seite: http://www.stuttgarterappell.de.
    Ausgefüllte Listen schicken Sie bitte an die im Impressum genannte Adresse zurück:
    – Die AnStifter –
    InterCulturelle Initiativen e.V.
    Olgastraße 1A
    70182 Stuttgart
    „Die handschriftlich erfassten Daten der unterzeichnenden Personen werden dann manuell in die Datenbank des Stuttgarter Appells aufgenommen.“

  7. liebe anstifter,
    habe irgendwie den link zu euerem appell erhalten, den ich so nicht stehen lassen will. warum seht ihr eine “unausweichlich eskalierende konfrontation”, wo sind hier “bedenkliche dimensionen”?? wenn wir eines aus wackersdorf gelernt haben, dann dies: laßt uns nicht in gute, vernünftige und böse, chaotische s21-gegner bzw. k21-befürworter aufspalten. das ist doch genau das was verantwortliche s21-befürworter herbeisehnen, daß nämlich die ersten scheiben klirren und widerstand konkret wird. dann hat endlich auch die sensationslüstige und sommerlochgeplagte medienlandschaft was zu berichten. schon jetzt kommen die gründe der gegner kaum in die öffentlichkeit – man hat den eindruck es handele sich um schwäbisch sparsame denkmalschützer – doch darum geht es doch gar nicht, siehe k21-broschüre!
    euer hinweis auf die gute demokratische tradition ist bei einem volksentscheid mit max. 50% wahlbeteiligung und der tatsache daß viele betroffene gar nicht mit abstimmen dürften sehr verlogen – das ist die demokratie der eliten, dabei bleiben dann die hände sauber! im gegenteil, angenommen ein volksentscheid würde das s21-projekt “mehrheitlich” befürworten, würde sich der widerstand radikalisieren, weil durch den volksentscheid kein einziger grund für dieses projekt wahrer werden würde. legal ist halt nicht legitim!
    die genehmigungsverfahren, das durchpeitsche von s21, die geplanten baumaßnahmen – all das ist nicht anders zu bezeichnen als “gewaltig”. und genauso muß auch der widerstand sein: mit kraft, fantasie, ausdauer, geduld, klarheit – eben auch “gewaltig”.
    wir haben – nach wackersdorf, nach der startbahn – erneut die chance, klar zu machen, daß dieses system, auf kosten vieler die interessen weniger durchzusetzen (sei es lokal oder global) in die sackgasse führt.
    laßt uns diese logik durchbrechen!
    ja zu k21 – nein zu s21 – nein zum volksentscheid – keine scheindemokratie!

    trotz aller meinungsverschiedenheiten: den gegnern unter euch weiter frohes widerstehen – never give up!

    grüße aus der pendler-provinz,
    mr

  8. nur kurz zur info:
    wer kein internet bzw. keine e-mail-adresse hat: am k21-stand am stuttgart hauptbahnhof / ausgang nordflügel liegt eine liste zum eintragen aus. an diesem stand ist zur zeit tag und nacht jemand da!

    lieben gruß + oben bleiben,

    sonja

  9. zu Sonjas info:
    wer kein internet hat, erfährt auch Sonjas info nicht, dass man sich dann ja am bahnhof in eine liste eintragen könne.
    vielleicht sollte doch noch einmal der appell mit entsprechenden infos in den medien erscheinen.

    grüße und oben bleiben

    Norbert

  10. zu norberts info, aber auch für alle anderen:

    dankeschön für den hinweis. doch die info war auch für heiko voss (kommentar 9.8.2010). die hat offensichtlich internet und hat die frage hier gestellt!
    persönlich habe ich ein paar ausdrucke des appells und eine sammelliste dabei,in der sich freunde, bekannte, interessierte ganz ‚unkompliziert‘ eintragen können…

    das mit den entsprechenden infos in den medien finde ich auf jeden fall einen guten vorschlag, den viele wissen nämlich immer noch nicht mal darüber bescheid, das es den ’stuttgarter appell‘ gibt.

    lg, sonja

  11. Wer heute liest, was schuster anlässlich der eröffnung des weindorfes zu den S21-protesten zu sagen weiß, kann sich eigentlich nur noch entsetzt abwenden.
    Ich habe an einer der großen demonstrationen mit anschließendem protestzug durch die stadt teilgenommen und verspreche, dass ich (aus schorndorf) weiter mitmache, wenn die bürger aus stadt und region, die S21 nicht wollen, wirklich möglichst alle kommen, und zwar nicht nur zum bahnhof, sondern zur demonstration vor dem rathaus, und so lange bleiben, bis schuster, der meinte mit heimlich unterzeichneten verträgen (während der einsammlung der 67000 unterschriften zu dem entsprechenden moratorium) der demokratie ein schnippchen schlagen zu können, das lachen vergangen ist.

    Dazu bedarf es eines entsprechenden aufrufes!

    Wer so spät beschlossen hat, S21 nicht zuzulassen, muss auch beschlossen haben, dass sein protest erfolg hat.
    Mit erstürmung des nordbahnhofdaches, dem schlagen auf den „verhassten zaun“ oder dem anketten an bäume machen sich die S21-gegner für die medien in stadt und land nur zu einem bunten protestereignis: guckt mal, wie sie zappeln!
    Schuster aber wird weiter lachen, und die anderen marionetten werden weiter ihre unumkehrbaren sprüchlein sagen.

  12. K 21 ist e i n symptom/beispiel für die insgesamt falsche richtung. ämterpatronage ebnet geld- und machtgierigen allzu oft die türen.
    über K 21 hinaus geht’s um eine erneuerung unserer demokratie. der 3.10.10 ist 20-j. jubiläumstag deutsche einheit. welch gute gelegenheit, das volk, den citoyen zu einem konvent zusammenzurufen.
    so kann endlich artikel 146 GG umgesetzt werden: volksentscheid über die g e s a m t-deutsche verfassung. mögliche aufgaben des konvents:

    reduzierung der bundesländer auf etwa 7

    ökologisches und gerechtes geldsystem, einschließlich förderung sozialökologischer investitionen

    ämterpatronage wirksam eindämmen

    direktwahl bundespräsident

    infos: FAS/FAZ vom 8.11.09 s. 26 weckruf bürgerkonvent CITOYEN 2010

    kontakt:

    carlo.difabio@yahoo.de

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