Landesamt für Verfassungsschutz zensiert Büchertisch Ostertags Buch „Das Milliardengrab“ auf dem Index?

Das Landesamt für Verfassungsschutz hat den Verkauf einiger Bücher untersagt, die auf einer gemeinsamen Veranstaltung des Stadtjugendrings, der Landeszentrale für politische Bildung und des Landesamtes für Verfassungsschutz von der AnStifterbuchhandlung „Buch + Plakat“ angeboten werden sollten. Im Rahmen der Veranstaltung soll das „Buch gegen Nazis –Rechtextremismus – Was man tun kann“ vorgestellt werden.

Mit Verkaufs- und Auslageverbot belegt wurden folgende Bücher: 1. Wolfgang Abendroth/Reinhard Kühnl/Reinhard Opitz: Wie Faschismus entsteht – und verhindert wird; Herausgeber: Antifaschistische Initiative in der Bundesrepublik Deutschland 2. Autorenkollektiv: Kritik der Ideologie des Neofaschismus; Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik Berlin (antiquarisch) 3. Roland Ostertag: Stuttgart 21: das Milliardengrab – Die entzauberte Stadt. Plädoyer gegen die Selbstzerstörung, Peter-Grohmann-Verlag Stuttgart

Das Bürgerproejkt „AnStifter“ sehen durch diese Zensur einen empfindlichen Eingriff in die Meinungsfreiheit. „Wir fordern das Landesamt für Verfassungsschutz auf, die Grundrechte des Grundgesetzes zu achten und zu schützen und seine Anweisung umgehend rückgängig zu machen“, erklärte der Pressesprecher der AnStifter, Hermann Zoller, in einer ersten Reaktion. Dass die Buchhandlung eine Liste der Bücher habe vorlegen müssen, die sie zum Verkauf auslegen wolle, sei schon „absurd genug“. Nun aber einige Bücher zu verbieten, könne nicht hingenommen werden. Eine Zensur findet nicht statt.

Ein Gedanke zu „Landesamt für Verfassungsschutz zensiert Büchertisch Ostertags Buch „Das Milliardengrab“ auf dem Index?

  1. Dass ich das richtig verstehe: Es geht hier nicht darum, dass der Verkauf dieser Bücher überhaupt verboten wird (das kann der VSchutz ja wohl auch kaum) sondern darum, dass bei dieser Veranstaltung, die gemeinsam mit dem Verfassungsschutz gemacht wird, dieser nicht will, dass bestimmte Bücher dort verkauft werden. Soweit richtig?

    Falls ja, dann hat das ja nun mit Zensur nix zu tun, sondern damit, dass ein Veranstalter nicht möchte, dass bei einer Veranstaltung, die mit unter seinem Namen läuft gewisse Produkte verkauft werden.

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