S21
Jens: Fotograph und Bockierer (14.09.2010)

17.30 Uhr, Nordflügel Hauptbahnhof. Ich spreche mit Jens Volle….
Mitschrieb: Langzeitprojekt über den Widerstand von Stuttgart 21. Du bist irgendwie solidarisch mit den Torwächtern. Seit wann fotographierst Du hier. Seit etwas einem halben Jahr. Auf Montagsdemos oder anderen größeren Veranstaltuten. Seit hier der Bauzaun steht, bin ich fast jeden Tag hier. Ich stehe auch in Kontakt mit den Presseleuten der Parkschützer. Man muss den Leuten zeigen, was hier los ist. Die Blockadeaktionen laufen immer sehr ähnlich ab. Hier am Pariser Platz sammeln sich die Polizisten in der Regel. Wenn die Mulden voll oder leer transportiert werden, dann wird Alarm geschlagen und dann sammeln sich die Leute und dann setzen wir uns hier hin. Dann werden wir umzingelt und dreimal aufgefodert zu gehen. Ich bin dann innerhalb der Absperrung, damit ich das dokumentieren kann. Es ist auch kontrollierend für das Verhatlen der Polizei, wenn jemand fotographiert. Wenn niemand da ist, der fotographiert, dann sind die Polizisten schon etwas rabiater. Wie bist zu die Blockade-Aktionen angegangen? Ich bin da reingerutscht und wurde gefragt,ob ich nicht Lust hätte mich etwas mehr zu engagieren. Ich bin häufig aufgestanden um auch die Möglichkeit der Dokumentation zu haben. Diese Erwartung des möglichen Schmerzes, wie war das bei Dir. Es ist nicht das erste Mal, dass ich fotographiere, aber das erste Mal, dass ich mitmache. Das ist aufregend. Eigentlich habe ich aber sehr positive Erfahrungen gemacht. Das war bei der Räumung des Baumhauses etwas anders. Das wurde nicht lange gefackelt seitens der Polizei. Kurz vor der Blockade, wie kokmmuninizerit man während der Räumung. Wir singen zum Beispiel Hejao leistet Widerstand….. Das gibt eine tolle Eigendynamik, dieses Zusammengehörigkeitesgefühlt. Das ist beruhigend und aufregend zusammen. Man sitzt da ja auch nicht allein. Gibt es Blockaden die besser und schlechter funktionieren. Das hängt davorn ab, wieviele Leute da sind. Je mehr Leute, umso länger dauert es. Je mehr Leute, umso besser. Was kann man tun, um mitzublockieren. Man kann hier her kommen. Vor Ort sein. Man muss isch da nicht hinsetzen. Anwesenheit ist gut. Mitsingen, mitpfeifen und das Gemeinschaftsgefühl nach außen auch tragen. Die Leute kommen manchmal aus Neugierde und machen krach. Das ist gut. Die Blockade ist für mich sehr wichtig. Wir sind der Meinung, dass die Zeit gegen die MAcher von S21 spielt. Das ist wichtig. Die Zeit läuft für uns für die Protestierer. Danke, Jens.