Pro Asyl
Es begann mit 1.000 Leichensäcken….

Die Zusammenarbeit Europas mit dem Folterstaat Libyen ist das blutigste Kapitel europäischer Flüchtlingspolitik. Ende August forderte der libysche Diktator von der EU jährlich mindestens 5 Milliarden Euro für die Flüchtlingsabwehr. Bis Ende 2010 will die EU ein Kooperationsabkommen mit Libyen abschließen, um die Zusammenarbeit im Bereich Migration und Flucht weiter zu intensivieren. Bereits seit Jahren hofieren die EU und ihre Mitgliedstaaten Gaddafi, um den Fluchtweg nach Europa zu sperren. Das Regime wird mit Waffen, Schiffen, Fahrzeugen, Leichensäcken und Geldern für Abschiebungsflüge und Haftanstalten beliefert. PRO ASYL appelliert an das Europaparlament, aktiv zu werden.

Eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt

Tausende Flüchtlinge sind der Kooperation der EU mit Libyen bereits zum Opfer gefallen. Europa weiß, dass in Libyen Schutzsuchende inhaftiert, misshandelt und gefoltert, Flüchtlingsfrauen vergewaltigt werden. Dennoch wird bis heute an der Kollaboration mit diesem Regime festgehalten und Flüchtlinge, die in Europa Schutz suchen, werden in den Folterstaat zurückgewiesen. Eine im Juni 2010 vom Europaparlament verabschiedete Entschließung, in der schwerste Menschenrechtsverletzungen in Libyen angeprangert werden, muss Konsequenzen nach sich ziehen.

Machen Sie mit bei der E-Mailaktion „Keine Zusammenarbeit mit Gaddafi!“

Ein Diktator wie Gaddafi darf nicht über das Schicksal von Flüchtlingen entscheiden. Alle Verhandlungen mit Libyen zu Flucht und Migration müssen unverzüglich abgebrochen werden. Die angestrebte Polizeikooperation zwischen der EU-Grenzagentur Frontex und Libyen muss verhindert werden. Unterstützen Sie unseren Appell an das Europaparlament!