Schwarz-Rot-Gold I

Schwarz-Rot-Gold I: Im Deutschen Bauernkrieg, einer antifeudalen Erhebung in den Jahren 1524/1525, versammelte sich in der Landgrafschaft Stühlingen im Schwarzwald eine Schaar von 800 Bauern zum Kampf unter eine Fahne in den Farben Schwarz, Rot und Gold. 
Mit der Trikolore Schwarz-Rot-Gold verbanden des Teilnehmer des Hambacher Festes 1832 die Forderung nach Freiheit: Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, nach Bürgerrechten und der Neuordnung Europas auf der Grundlage gleichberechtigter Völker, Volkssouveränität und religiöse Toleranz.
In Brasilien wird drei Jahre später nach einem republikanischen Aufstand unter Schwarz-rot-gelben Fahnen die Republik Rio Grande do Sul ausgerufen – der „Krieg der Zerlumpten“ erreicht u.a. die Freilassung der Sklaven.
Nach Wahlerfolgen der NSDAP 1930 versuchte das auf SPD-Initiative gegründete Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, dem Straßenterror der Nazis durch die Bildung militärisch organisierter Formationen entgegenzutreten. 1933 wird Schwarz-Ropt-Gold von den Nazis durch die Hakenkteuzfahne ersetzt.
Anläßlich der Blattner-WM dürfen sogar Schwarze Rot-Gold tragen und mitjubeln. Nazis nennen Schwarz-Rot-Gold kurz Schwarz-Rot-Senf und reißen in Hamburg, Berlin und Köln den deutschen Fähnchenschmuck von Kaufläden („mit Migrationshintergrund“). Linksextreme (so die StZ) zeichnen Hunde-Kack-Haufen in der Haupstadt mit Schwarz-Rot-Goldnen Fähnleinführern aus – die Staatsanwaltschaft ermittelt. Nicht allerdings beim Hersteller von Schwarz-Rot-Goldnem Klopapier: Ein Renner, in Geschenkbox nur 11,90).