Redaktionstreff vom 17.6.2010 (Nachbemerkung)

Anwesend waren Hans, Beate, Armin, Monika, Thomas, Helmut und Burkhard.

Für gut eine Stunde nahmen viele der Anwesenden Anstoß an einer kurzen, zugegebenermaßen nicht sehr ermutigenden Bemerkung von Burkhard. Sie sei nicht nur nicht motivierend, sondern auch nicht akzeptabel, sie sei ein „beleidigendes Dampfablassen“.

Burkhard hatte bemerkt, dass die letzte Sendung sich durch den Ausruf „nichts Besonderes“ charakterisieren ließ. Anstoß zu aufruhrähnlichen Gemütszuständen war die Ergänzung, dass die Sendung „Mittelmaß im Sinne des „sozialistischen Realismus“ sei. Man könne in diesem Zusammenhang doch nicht von „sozialistischem Realismus“ sprechen und solle auch nur einen Moment an Brechts Erstaufführung von „Mutter Courage“ in Berlin denken, um überhaupt zu verstehen, was „Sozialistischer Realismus“ bedeutet. In der erdrückenden Erkenntnis sich in der Bewertung der Sendung möglicherweise geirrt zu haben, wollte Burkhard aber doch noch wissen, was denn besonders an der letzten Sendung gewesen und ihm nicht aufgefallen war. Die Mehrzahl der Redakteure hielt den eigenen Beitrag für etwas Besonderes, einschließlich des Beitrags, der aus Zeitgründen gar nicht gesendet worden war.

Die im eingangs erwähnten Internetkommentar zur letzten Sendung enthaltene Selbstkritik Burkhards, der von seinen eigenen Beiträgen alles andere als beeindruckt oder begeistert war, diente in diesem Zusammenhang lediglich als Projektionsfläche für Anmerkungen zu Länge, Redundanz, Einleitung und Stimmführung. In anderen Zusammenhängen und Bezug nehmend auf andere Beiträge wurden diese Stichpunkte nicht diskutiert. Außerdem sei die Musik der Sendung zu wenig abwechslungsreich gewesen. Für einen genauen Sende-Ablaufplan gab es zwar keine Einigkeit, aber eine Mehrheit.

Im Sinne konstruktiven Tuns wurden als nächste Termine vereinbart:

  • 7. Juli: Deadline für alle Beiträge; diese werden im Internet verfügbar gemacht
  • 8. Juli: letztes Redaktionstreffen vor der Sendung, an dem, so das einhellige Empfinden, von allen gemeinsam der Ablaufplan erarbeitet wird (bei Buch + Plakat; 19.00 Uhr)
  • 9. Juli: Redaktionsschluss
  • 13. Juli: Sendung

Als Stichworte für mögliche Beiträge fielen

  • der Name „Fritz Bauer im Alten Schauspielhaus“ und Klaus Beer (Helmut)
  • Victoria Wolff (Monika; nachgeholter Beitrag)
  • „Dorf unterm Hakenkreuz“ (Monika)
  • Krise: Brot und Spiele – zur Fußballweltmeisterschaft (Thomas)
  • Umberto Eco „Wie man das Mobiltelefon nicht benutzt“ (Lesung, Beate)
  • Stuttgart 21 (Thomas)
  • Musik (Armin)

Keine Erwähnung fand die Notwendigkeit, die Beitragslänge aus der Erfahrung mit der letzten Sendung auf zum Beispiel 3 Minuten zu kürzen; auf den Vorschlag, Beiträge in Gespräche im Studio einzubetten, wurde unzureichend eingegangen; nicht geklärt ist, wer die nächste Sendung moderiert. Ebenso wurde nicht erwähnt, wer (außer Burkhard) zum nächsten Plenum des Freien Radios geht um den zusätzlichen Sendeplatz zu beantragen.
Ende des Treffens ca. 21.20 Uhr