Plakatwettbewerb
Die Arbeit der Jury; Rohfassung (Burkhard)

Ursula Weckherlin: Usch Du hast hier mitgemacht. Wie war das? Es war anstrengend weil es zwischn 350 und 380 Einsendung waren.

Wir haben erstmal gesichtet, haben das auf den Tischen verteilt und dann ist die Jury an den Bildern entlanggelaufen und gute Bilder wurden individuell mit einem Punkt gekennzeichnet. Dann sind 50 übrig geblieben. Das lief alles über Gespräche und über dieses Punktesystem. Es wurden im weniger Wettbewerber. Über die letzten fünf wurde dann auch noch diskutiert. Auf drei haben wir uns nicht einigen können. Ich war sehr überrascht über die Vielfalt. Sehr wenig Fotographie gab es. Ich bin in der Jury weil ich Anstifterin bin und mein Leben lang als Graphik-Designerin gearbeitet hat. Mitglieder der Jury sind u.a. Hr. Christ, Uli Berg, Heide Roth, Hermann Zoller, Peter Grohmann…. Wo gab es Diskrepanzen? Das gab es nicht. Wir haben uns auf die Aufgabenstellung konzentriert. Es gab sehr breite Themeninterpretationen. Gewalt im Netz, MIssbrauch,… da war alles drin. Ein sehr großes Spektrum war das. Wie sind die Sachen gestalterisch gelöst worden. Es ging um eine gute Erkennbarkeit. Ich glaube, dass wir zurfrieden sein können.

Hermann Zoller. Gewerkschafter. Seit 13.00 Uhr sind wir hier. Wir haben die Plakate angeschaut und auf uns wirken lassen. In einer ersten Runde haben wir grob sortiert. Dann haben wir weitere Runden gemacht. Es ging um Toleranz, soziale Gerechtigkeit, Frieden. Wir sind hier im ehemaligen Foller. Hier stehen große Tischreihen. Hier sind die Entwürfe ausgelegt. Es wird jetzt viel diskutiert. Die Geschmäcker er Menschen sind unterschiedlich. Ich glaube, dass das positive Einflüsse auf unsere Arbeit hat. Deine Vorstellung von den engeren Lösungen, ja da sind 3 dabei, die mir von Anfang an sehr gefallen haben. Gibt es auch Ungerechtigkeiten? Nein. Es gibt hier sehr viele sehr gute Entwürfe. Viele würden gut als Buchumschlag, aber eben nicht als Plakat. Ein Plakat mit der Aufschrift „Papa hat mir eine geknapplt“ Warum dieses Plakat. Warum ist das ein „Plakat“`Es ist ein graphisch sehr reizvolles Plakat. Hier drum rum der freie Raum ist gut. Und regt zum nachdenken an. Was sagt Dir der Satz. Das ist eine relativ alltägliche Situation. Ich kann, wenn ich das sehe, darüber nachdenken, warum das so ist. Es kann Erklärungen dafür geben. Vielleicht aus dem Betrieb gekommen. Vielleicht gab es Androhungen einer Kündigung. Und das Kind muss es ausbaden. Aber das ist nur eine Sichtweise. Vielen Dank!

Hans D. Christ. Was machst Du hier. Peter Grohmann hatte mich gefragt. Das passte. Wir machen im Herbst etwas über politisches Design. Eure Erfahrung hier passt das auch. Ist das Eure Thematik. Es gibt über die letzten Jahre eine politischere Ausrichtung des Vereins. Alles mit Gestaltung kann da einen guten Beitrag leisten. Um 13.00 Uhr fing die Arbeit an. Wie lief das ab. War das anstregend. Es war extrem angenehm. Wegen der Gruppe. Es ging um eine Themenüberblick. Ästhetiik. Wir konnten uns gut einigen. Wir mussten dann thematisch auch klären. Zivilcourage, Solidarität, Spaltung der Gesellschaft in arm und reich. Es gibt ja immer mehr gesellschaftliche Schichten, die sich beim Kampf um den Stärkeren ausgeklingt haben. In der Tendenz soll das Plakat die Haltung der Anstifter charakterisieren. Das sollte nicht für die eine oder andere Veranstaltung sein. So konnte man eine gute Vermittlung hinbekommen. Sind die Entwürfe, die Du bevorzugst, in der Auswahl. Ja, aber wir haben die Entscheidung in der Gruppe getroffen. Wir haben Punkte verteitl und nach jeder Runde noch einmal argumentiert. Wenn ein Punkt geklebt wurde, haben wir dann immer noch gesprochen. Vielen Dank Hans Christ.

Heidemarie Roth. Was hast Du gemacht? Ich bin zufrieden. ich bin seit 11.00 Uhr schon da. Die Entwürfe wurden an die Wand gehängt oder auf die Tische gelegt. Es war spannend. Wurden die Entwürfe vorher geordnet? Zunächst dachten wir an eine Reihenfolge. Zuerst nach Alfabet, aber da heben wir schnell gemerkt, dass das nicht so wichtig ist. Jeder Entwurf hat auf der Rückseite eine Nummer. Sind Deine Bilder in der Entauswahl. Ja, da bin ich sehr zufrieden. Zuletzt sind 5 übrig geblieten, bei denen ich bei 4 von Anfang an gestanden habe. Mittlerweile stehe ich dazu, aber das musste ich erst entdecken. Ich stehe jetzt hinter dem Entwurf. Gehen wir mal rüber. Was sieht man? Es sind unterschiedliche Themen und graphische Darstellungen. Wir wollten eine 1., 2. und 3. Platz vergeben. Aber aber einem Punkt sind wir da nicht weiter gekommen. Es sind ganz unterschiedliche Themen Gewalt, Macht, Hinsehen. Missbrauch und Armut und ein ganz schöner Entwurf ganz links, der aus graphisch sehr Anspruchsvll ist. Das hat uns alle von Anfang an überzeugt.
Wie habt Ihr Euch durch diesen Wald von Entwürfen durchgefunden im Vergleichz.B. mit Architekturwettbewerben. Wir wollten von Anfang an nicht die Negativprozedur machen, sondern die Positivprozedur. Bei Architekturwettbewerben ist das anders. Man holt da immer die schlechten raus, damit die Guten übrig bleiben. Erst beim letzten Schrift haben wir das auch so gemacht. Ich fand das anfangs sehr ungewohnt. Ich konnte mir nicht so gut vorstellen die Guten rauszuholen. Aber so war es ein angenehmes Erlebnis. Danke!