Nachbemerkung zur Sendung vom 08.06.2010 (Burkhard)

Die gestrige Sendung kann durch den Ausruf „Nichts Besonderes“ charakterisiert werden. Alle Beiträge stellten ein Mittelmaß im Sinne „sozialistischen Realismus“ dar. „Passion“ war in der gestrigen Sendung ein Fremdwort und „Leidenschaft“ hatte einfach en paar Buchstaben zu viel. Wenn es Lorbeeren für einen Beitrag zu verleihen gäbe, dann gingen sie an Finn-Ole Heinrich für seine ganz am Ende eingespielte Lesung seiner Erzählung über Samuel. Dummerweise war die Geschichte aber nicht vollständig zu hören – der Schluss fehlte – aber dafür war die Blamage des nicht geschlossenen Mikrofons und die sehr dumme „literarische“ Bemerkung des Moderators um so vollständiger.

0 Gedanken zu „Nachbemerkung zur Sendung vom 08.06.2010 (Burkhard)

  1. Anwesend waren Armin, Burkhard, Helmut und ich.

    Es gab mal wieder einen fliegenden Wechsel der Studioplätze. Burkhards bestimmter Hinweis mit Blick auf die beiden Herren aus der vorherigen Sendung, immer 5 Minuten vor Ende aufzuhören, um Platz für die folgende Redaktions-Gruppe zu machen, verstimmte die beiden sichtlich. Mein Versuch, zu vermitteln, schlug fehl. Sie verließen stumm mit empörten Blicken den Raum und zeigten auf Burkhard, der konzentriert auf seinen Einsatz wartete und nichts davon zu bemerken schien.
    Pünktlich lief der Startjingle an, dann ratterte Burkhard in einem gehetzten Tempo die nicht gerade redundanzfreie Ankündigung der Sendung runter, dass ihm ganz schwindlig wurde, mir übrigens auch.

    Die Devise des Abends war (weil zu viel im Gepäck): Texte schneller lesen, evtl. kürzen und auch ganz weglassen. Nach einigem Hin und Her hatte ich mich schließlich geweigert, Monikas gesprochenen Beitrag über Victoria Wolff neu, und zwar zügig, vorzutragen, so dass er doch noch mit in die Sendung kam. Das hätte ich möglicherweise geschafft, zumal mir der Text nur unvollständig vorlag.

    Die selbst fabrizierte Hektik ließ eine entspanntere bis heitere Stimmung leider erst gegen später eintreten, als alle Beiträge zeitlich in etwa so wie von Burkhard geplant über den Äther gingen (außer der auf das nächste Mal verschobene von Monika).

    Am Ende ließ die Konzentration nach. Einige harmlose Versprecher schlichen sich bei unserem Chef ein, der darüber ganz zerknirscht schien.
    Armin beherrschte die Technik bis auf einmal. Das Studiomikrophon war leider nicht abgeschaltet. Wurde der junge Autor Finn-Ole mit seiner (Gute-Nacht-) Geschichte vorher noch hoch gelobt, wurde er jetzt unfreiwillig öffentlich verrissen. Hoffentlich hat’s keiner mitbekommen, es war ja schon spät.

    Mein Fazit: Wir sollten gemeinsamer vorgehen bei der Planung und Erarbeitung. Dann könnten die uns allen frühzeitig vorliegenden Texte – auf die im Studio anwesenden Köpfe verteilt – ins Mikro gesprochen werden. Und es könnte sich eine lockere Studio-Atmosphäre ergeben.

    Immerhin hatten wir nachweislich einen Zuhörer. Der rief anfangs ins Studio an, um sich nach Armins guter Musik zu erkundigen.

    Beate

    1. Sendung vom 08.06.2010 (Nachbemerkung II)
      Es fehlte der Anfangsjingle „AnStifterFunken….“ Vielleicht vergeht etwas zu viel Zeit, bevor die Einleitung gesprochen wird. Schlechte Mikrofonstellung bei der langen Anfnagsansage der verschiedenen Beiträge. Innerhalb der Ansage werden aber die Interviews der Jury des Plakatwettbewerbs erklärt und m.E. ausreichend eingeleitet. Es gibt teilweise Sprech-Stolperer, die sich aus fehlerhaftem Lesen und kurzen Versprechern ergeben. Alles in allem ist der Text zu lang und etwas hastig, wenn auch nicht ganz unverständlich gesprochen. (Anschließend Musik)
      Schlechte, gekünzelte Betonungen bei dem Telefonhinweis und etwas langer Schweiger bevor der Beitrag von Sabine Gärtling kommt. Die improvisierte Ansage, die das Ausbleiben des Interviews erklärt, ist wider Erwarten relativ flüssig und natürlich gesprochen. Es fehlt allerdings eine nochmalige Ansage dessen, was kommt bzw. was hätte kommen sollen. Die Ton-Qualität der Aufnahme des Interviews ist, abgesehen von ganz kurzen Übersteuerungen am Anfang, gut und sogar besser als das, was im Studio ins Mikrofon gesagt wird. Interessant die sommerliche Stimmung der Aufnahme durch das Zwitschern des Vogels im Hintergrund. Leider wird auch diese Aufnahme nur unvollständig übertragen, weil die Technik die Aufnahme zu früh abbricht. Nebenbei bemerkt ist die Aufgabe des Technikers/Technikerin natürlich auch die, die Beiträge vor der Übertragung zu kennen, um z.B. zu wissen, wann sie zu Ende sind und ob sie überhaupt vollständig vorliegen. Durch das Abbrechen des Interviews ist der Anschluss mit der Bemerkung zu Finn-Ole Heinrich sehr kümmerlich. Erneutes Sprechen nach Beiträgen zur An- oder Absage von Beiträgen oder Musikstücken wirkt grundsätzlich eher deplatziert. Dem „Sie haben soeben gehört…“ ist das „Sie hören (gleich)…“ vorzuziehen! (Anschließend Musik)
      „Jingle in englisch.“
      Es folgt eine holprigere, frei gesprochene Einleitung zum Plakatwettbewerb und eine umfassende Erklärung der Interviews im Württembergischen Kunstvereins. Problematisch ist natürlich bei einem Radiobeitrag über Bilder, dass das Sehen nicht vorkommt. Die Interviews gehen m.E. etwas zu wenig auf das ein, was man sieht. Es fehlen zum Beispiel Bildbeschreibungen. Auffällig ist die unterschiedliche Sympathie, die von den Stimmen ausgeht. Sehr angenehm empfinde ich die Stimme von Hans Christ, dem Leiter des Württembergischen Kunstvereins. Leider werden die Interviewten nicht immer bei ihrem vollständigen Namen genannt. Soll man wirklich immer alle Interviewten duzen? Allgemein ist das Interview wahrscheinlich zu durcheinander. Diesmal funktioniert der Anschluss zur Musik gut. (Musik)
      Anschließend eine ruhige Absage einschließlich des Hinweises auf die Website und eine (überflüssige) Nennung der Preisträger. Angenehm ist für mich die etwas gesetztere Stimme der freien Ansage. Bei der Ansage raschelt und klopft es leider. Auch angesichts der Zeitknappheit hätte man sich das erneute Einspielen von Musik sparen können. (Musik)
      Die Ansage von Elmar Altvater kommt mit kleiner Verzögerung und einem im Hintergrund zu hörenden, unterdrückten Gibbeln. Vom Inhalt her ist die Ansage viel zu dünn und unbeholfen. Der Ton ist wieder eher schlecht als recht. Beiträge von dieser Art sollten m.E. durch ein Studiogspräch vertieft oder zumindest nachbesprochen werden. Das versteht ja sonst niemand und kann in dieser Dichte zur späten Stunde niemand aufnehmen. Letztlich ist der Beitrag aber relativ klar und verständlich. In Zukunft müssen bei entsprechenden Gelegenheiten große Teile entsprechender Statements vor dem Statement „mit eigenen Worten“ vorausgeschickt werden. Die anschließende Musik setzt mit einer kleinen Verzögerung ein. (Musik)
      „Jingle“
      Die Vorstellung der Menschen im Studio und die Einleitung zu Thomas den Hinweisen von Helmut, doch noch einmal auf Inhalte des Statements von Elmar Altvater eingeht. Es folgt der Beitrag von Thomas, den man ruhig noch einmal besonders hätte einleiten können. Auch dieser Beitrag ist unvollständig über den Äther gegangen und wurde zu früh unterbrochen. (Musik)
      Urgewald mit Einleitung von Beate. Bis auf ein leichtes Rauschen ist die Stimme gut zu hören und zu verstehen. Die Dame am Telefon hat eine nicht unangenehme Stimme. Hier wäre vielleicht auch anzuwenden, was mir in Zusammenhang mit Elmar Altvater aufgefallen ist: große Teile der Informationen, die die Dame gibt, sollten einleitend vorweggenommen werden. Grade bei längeren Beiträge hilft das, dran zu bleiben. Die Telefonaufnahme läßt ein Grundzirpen vernehmen, das nach der Frage zu den Hermes-Bürgschaften für mich erst wieder zum Ende hin zu hören ist. Beeindruckend ist aber wirklich die Fülle von Informationen, die hier gebracht werden. Letztlich wirkt die Frage „… Ja und was kann Urgewald dagegen tun“ etwas hilflos, wird in ihr doch auch die Dynamik des Gesprächs weiter nach vorne getrieben und noch mehr Infos „provoziert“. Möglicherweise hätte man hier einen Sachverhalt, der erwähnt wurde, vertiefen können, um die „Geschwindigkeit des Gesprächs“ zu verringern. Als dann wieder von Entega die Rede ist, komme ich als Hörer etwas zu mir. Das Ende des (zu langen) Beitrags ist dann merkwürdigerweise zu abrupt. Auch hier hätte man im Studio über den Beitrag reden sollen (Musik)
      Dem nächsten Beitrag fehlt trotz Musik der Übergang. Und mich überrascht die Aufforderung des Autors nach einigen Minuten „Doch der Reihe nach. Zuerst zum Buch.“ Warum wird denn nicht von Anfang an „der Reihe nach“ vorgegangen? Kurz vor dieser Bemerkung gibt es außerdem ein etwas „unansehnliches“ Knacken. Das Interview mit Thomas Mall bricht dann plötzlich ab. „Es gab Beschimpungen,“ Der gesamte Beitrag ist aber zwischen dem „Der Reihe nach“ und dem Abbrechen des interviews sehr stimmig, verständlich und klar, trotz der mitunter etwas verzwickten Fragen. Dann kommt ein zweiter Interviewpartner: Hr. Chejanover, der aber wieder während er spricht unterbrochen wird. Statt dass diese Informationen vor dem Beitrag gegeben werden, werden sie während der Darlegungen gegeben, was die Konzentration auf den nicht gut zu verstehenden Interviewpartner nicht erhöht. Dann setzt das Gespräch von Volker Amll wieder ein, der die (lange zurückliegende) Frage, ob es Unterstützung oder Widerstand für das Projekt gab, weiter ausführt, um kurz danach einen englischen (allerdings nicht schwer verständlichen) Text zu verlesen. Dann wieder ein Sprung zu Hrn. Chejanover, der scheinbar angekündigt wird, aber nicht selbst spricht. Abschließend, vollkommen richtig und ruhig, die Angaben zum Buch. (Dann der Bap-Song mit dem Nazi-Titel „Kristalnaach“; weitgehend unverständlich). Anschließend ganz schön die wechselnden Stimmen, deren Text aber m.E. für das Radio weniger geeignet ist. Viel zu ausführlich wird die Stellungnahmen von Hrn. Novak zitiert.
      Der Übergang zum Studiogespräch ist gut gemeint, dieses ist aber, auch aus Zeitgründen, nicht im Ganzen überzeugend. (Musik)
      Die Ankündigung der Gute-Nacht-Geschichte ist schlecht und das Mikrofon, als Finn-Ole Heinrich beginnt, „unerträglich“ offen. Und die Geschichte bricht außerdem wieder am Ende ab und wird unvollständig gesendet. Zwischendruch – vor der Abspannmusik – ist das Mikro wieder kurz offen, allerdings gibt es keine peinlichen Äußerungen. Bei der „Absage“ wieder viel zu viel Nebengeräusche. In die Abmoderation sollten keine Verbesserung hinein gesprochen werden.
      Burkhard.