Ankündigung der Sendung vom 08.06.2010 (Burkhard)

In der heutigen Sendung gibt es wieder sehr viel Interessantes. Wir fangen an mit einem Beitrag aus der Reihe „Das Senden der andern“, in dem wir den Hörern und Hörerinnen das Freie Radio für Stuttgart und die Personen, die dieses Radio möglich machen, etwas näher bringen möchten.

Die Meinungen darüber, welchen Wert dieses seit 1996 laufende Projekt hat, lassen sich nicht auf einen Punkt bringen. Es gibt ohne Zweifel Sendungen, die man nicht nur nicht hören oder verstehen muss, sondern die man auch gar nicht verstehen kann, weil niemand sich die Mühe macht wenigsten den einen oder anderen Gedanken in deutscher Sprache zu formulieren. Was sehr schade ist. Dieser fehlenden Wunsch nach Kommunikation kümmert zahlreiche Redaktionen aber nicht, denn sie suchen den Kontakt zu den Leuten vor den Lautsprechern und machen gute Sendungen.
Sabine Gärttling ist Redakteurin des Kulturpalastes. Sie macht jeden ersten Sonntag im Monat die Büchersendung. Beim Freien Radio ist sie schon als es das Freie Radio noch gar nicht gab. Seit 1993. In einen kurzen Gespräch von knapp 8 Minuten erzählt Sabine heute Abend ein wenig von sich und ihrer Büchersendung.
Sabine ist AnStifterin und wahrscheinlich hat sie auch von unserem international ausgeschriebenen Plakatwettbewerb gehört. Am vorletzten Montag, dem 31.5.2010, ist im alten Foyer des Gebäudes des Württembergischen Kunstvereins die Jury zusammengekommen, um aus über 300 Einsendungen fünf Plakate zu prämieren. Wer in der Jury war und wie die Entscheidung getroffen wurde erzählen vier Personen ebenfalls wieder in einem knapp 8-minütigen Beitrag.
International bleibt es mit dem darauf folgenden Gespräch mit dem Professor für Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin, Elmar Altvater. Altvater ist AnStifter und hat sich für den 22. Juni im Hospitalhof angekündigt, wo er einen Vortrag mit dem Titel „Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gegen ein soziales Europa“ halten wird. In einem am 4.5. vom Münchner Radio Lorca aufgenommenen Gespräch sagt Elmar Altvater seine Meinung zu dem im Schnellverfahren durchgewinkten Hilfspaket der Euro-Länder in Höhe von 110 Mrd. Euro für Griechenland. Das Thema Griechenland schließen wir dann mit einer eigenen Glosse ab, die den Titel „Griechenland, der Euro und die Bildzeitung“ trägt.
Eine interessante Form des Widerstandes charakterisiert die in Norddeutschland sitzende NGO „Urgewald“. Urgewald beschäftigt sich vor allem mit der finanziellen Seite umstrittener Projekte und sucht ihr Störpotential dort einzusetzen. Auf der Website der Organisation wird aktuell erwähnt dass: „… die Deutsche Bank Geschäftsbeziehungen zu führenden Anbietern und Herstellern von Streumunition unterhält. Zudem sind viele Investmentfonds der Deutschen Bank Tochter DWS an Streumunitionsproduzenten beteiligt“.
In dem Buch „Jeder Mensch hat einen Namen“ befassen sich Harald Roth und der AnStifter Volker Mall mit der Biographie der 600 jüdischen Häftlinge des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen, das vorgestern (06.06.2010) Mittelpunkt einer Erinnerungsveranstaltung war, zu der man auch den NPD-Landesvorsitzende Nowak eingeladen hatte. In einem Beitrag sprechen wir mit Volker Mall und können berichten, wie die Gedenkveranstaltung angesichts von NPD-Drohungen abgelaufen ist.
Aus der Reihe „Vergessene Schriftstellerinnen“ stellen wir die aus Heilbronn stammende Autorin Victoria Wolff vor, deren wichtigster Roman „Gast in der Heimat“ 1935 im Amsterdamer Querido Verlag erschienen ist. Der Roman beschreibt das Aufkommen des Nationalsozialismus in einer schwäbischen Kleinstadt und hat autobiographische Züge. Die Nazis verbieten das Buch und setzen die Autorin auf die schwarze Liste.
Der Kreis der heutigen Sendung schließt sich mit dem Finn-Ole Heinrich, der bis Ende Mai Stipendiat des Stuttgarter Schriftstellerhauses am Charlottenplatz war. Im April war Finn-Ole Heinrich zu Gast bei Sabine Gärttling in der Büchersendung des Kulturpalastes des Freien Radios für Stuttgart. Als Gute-Nacht-Geschichte erzählt er von seinem Adoptivbruder Samuel. Eine sehr, sehr schöne Geschichte, die der Autor selbst liest und die Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet. Wirklich!