Traum vom Fliegen (Beate)

„Flug-Verbot wegen Flug-Asche aus Island“
das war (und ist) d i e Schlagzeile der Medien in letzter Zeit.
Viele Menschen waren betroffen:
-zum negativen diejenigen, die lange Zeit auf ihren Flug nach Hause oder in die Ferien warten mussten,
-zum positiven diejenigen, die ein paar Tage Ruhe vor dem Flug-Lärm hatten.
In unserem folgenden Gedicht geht es auch ohne Aschewolke um eine vom Luftverkehr befreite Zeit.
Es ist aber keine Poesie des Stillstands.
Das Gedicht ist von Karl Kraus und trägt den Titel:
„Traum vom Fliegen“

0 Gedanken zu „Traum vom Fliegen (Beate)

  1. Hier meine detaillierte und hoffentlich respektvolle Kritik an dem Gedichtvortrag:

    Die Stimme geht in den ersten Zeilen am Ende nach oben. Dies steht in keinem Zusammenhang mit dem Text.

    „.. so leicht wie die Luft ja gewogen
    die Knie an den Körper gezogen“

    Da ist die Betonung m.E. besser, weil „normaler“?

    Im Folgenden haben wir eine Betonung nach Art eines kleinen auf dem Neckar schwimmenden Schiffchen…

    Und es GING wie im FLUG im beHERzesten Bogen

    .. eine Betonung, die wohl auch weniger mit dem Text zu tun hat.

    Die Betonung von
    Es flogen die Stunden die Tage das Jahr
    finde ich wieder in Ordnung.
    Aber vorher ist mir das „O“ zu sehr im Mittelpunkt. Oder spielt das „O“ eine wichtige Rolle im Gedicht?

    Es gibt tatsächich eine Menge „Os“. Warum die Pause vor „Mit fliegenden Hoffnungen vollgesogen“? Und warum wieder die Betonung im Neckarschiffchenrhythmus, statt einer Stimme, die mit fliegenden Hoffnungen vollgesogen ist?

    „So wach ich mit müderen Gliedern auf“ erinnert mich an das Schulstandardgedicht „Herr Ribeck auf Ribekc im Haveland“ Einer eher wohl absurdern Assoziation, die durch die schulische Betonung hervorgerufen wird? Von Aufwachen mit müderen Gliedern kann aber nicht die Rede sein, zumal hier scheinbar die „müderen Glieder“ zu sprechen scheinen.

    Und wieder das Neckarwellenschiffchen:

    „Vom LEIsesten TRUG an der NAse gezogen“ obwohl die Betonung hier auch richtige Elemente enthält, die vom Anfang der Zeile sich richtig zum Ende endwickeln. Das müsste aber stärker sein. Ohne Neckarschiffchen,

    und dann „Aus A-llen HImmeln zur ERde geflogen“.

    „Da lieg ich. Das liegen die Lügen zuhauf“ Da liegen Lügen zuhauf und das sagt man so, als würde man sagen, dass einem die Nase juckt. „Die Lügen zuhauf“ ist doch etwas mehr als das, oder?

    Achtung, jetzt wieder „Os“: „und trotzdem bleibe ich dem Traume gewogen“ Wieso „trotzdem“. Vom Text wird dieses Trotzdem verständlich – angesicht des Haufen von Lügen – die Betonung ist dieses „trotzdem“ aber geflissentlich übergangen. Es gibt hier keinen Bruch, keine Empörung, kein freudiges Rebellieren, kein hoffnungsvolles, TROTZDEM!!!

    „So läuft er sich leichter, der Lebenslauf“? Wie denn? Das sagt der Text, aber nicht der Vortrag!
    Burkhard.

    1. Lieber Burkhard,
      deine Entschuldigung (per Mail) ist angenommen!
      Anmaßend fand ich deine gestrige Kritik nicht, ich war nur überrascht über deine vehemente Ablehnung und bisher alleinige Entscheidung, meine Gedicht-Aufnahme nicht zu senden. Ich hätte kein Problem damit, wenn die anderen unserer Runde das genau wie du sehen und wir den Beitrag streichen. Aber bisher sah das nicht so aus.
      Süß, wieviel Mühe du dir mit deiner konkreten Kritik (auf der Website) gemacht hast, um mir meine falsch angebrachte Intonation zu belegen. Nur so hilft mir das nicht wirklich weiter.
      Ich schlage vor, dass du das Gedicht so auf Band sprichst, wie du es dir vorstellst.
      Ich lerne gerne dazu. Würde mich sehr über deine Version freuen!
      Lieben Gruß,
      Beate

      1. Liebe Beate,
        ich freue mich über Deine Reaktion. Ja, das wäre schon eine Herausforderung das Gedicht auch selbst zu sprechen und eine alternative Version auszuprobieren. Aber da bin ich wohl nicht zu geeignet.
        Was macht die Aufnahme mit Monika?
        Gruß, Burkhard.