Stuttgarter Friedenspreis 2010
Vorschlag: 10. Hi STORIES Jugendgruppe + Päd. der KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz

10. Hi STORIES Jugendgruppe + Päd. der KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz
Wir haben in Vaihingen/Enz mit Jugendlichen das Schicksal von zwei Schwestern recherchiert:
Sie waren als “Franzosen- bzw. Polenliebchen” (was sich dann als nicht haltbar erwies) denunziert worden, weil sie sich bei der Arbeit auf dem elterlichen Hof mit den Zwangsarbeitern unterhalten konnten und freundlich mit ihnen umgingen. Beide waren in der Gestapozentrale in Stuttgart Verhören ausgesetzt. Eine hat das Geschehen auf Nachfragen von außen, selbst vor der eigenen Schwester, geleugnet, – die andere aber hat sich erstmals im hohen Alter bei uns den Kummer vom Herzen geredet (wir zeichneten das auf einer CD auf). Die Passage über die Gestapozentrale (Hotel Silber) schildert die Verhörmethode ausführlich. Beide starben 2008/2009. In der Arbeit über dieses unglaubliche Schicksal hat sich eine Jugendgruppe gebildet: Die HiSTORIES. Einer dieser Gruppe hat als Facharbeit für die Abitursprüfung an diesem Beispiel die Rechtssprechung in der NS-Zeit dargestellt und konnte fast alle Schilderungen mit Akten untermauern. Die CD kann im Stadtarchiv u.a. regionalen Archiven abgehört werden. Auf Wunsch der Zeitzeugin sollte ihr Name nicht genannt und ihre gesprochene Autobiographie nicht veröffentlicht werden. Sie fürchtete immer noch üble Nachrede und Repressalien. Bis Barbara Knodel, Lehrerin in diesem bäuerlichen Ort, mit ihr in Kontakt kam und ihr Vertrauen gewann: Von Anfang an wollte sie eine Rehabilitierung der jungen Frau Lena. Als Ortskundige war sie mit vielen im Gespräch. Sie recherchierte deren Schicksal weiter im Staatsarchiv Ludwigsburg, Felix Köhler von den HiSTORIES konnte ihr dabei behilflich sein. Sie zeigte der 88-jährigen Lena die Archivmaterialien und bekam von dieser die Aufforderung: Schreib’ s auf! Und das tat sie, eingebettet in andere Vorgänge im Ort während des Dritten Reiches, die genauso haarsträubend sind. Sie beleuchtet auch den Umgang mit diesem Thema von der Nachkriegszeit bis heute.
Brigitta Isermeyer, päd. AG KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz; iserbrig@web.de / HiSTORIES@gmx.de.

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