Gen-Kekse aus dem Supermarkt. Melden Sie uns weitere Funde!

Zuerst die gute Nachricht: Genmanipulierte Lebensmittel kommen derzeit im Handel praktisch nicht vor. Und nun die schlechte: Importprodukte aus nicht EU-Ländern bilden immer wieder Ausnahmen. Ende April haben wir in einer Münchner Rewe-Filiale den „Reese’s Peanut Butter Cup“ des US-amerikanischen Herstellers Hershey’s gefunden. Die Erdnussbutterkekse warteten im Feinkostregal auf unaufmerksame Käufer. Denn nur wer das Kleingedruckte auf der Rückseite der Verpackung ausführlich studiert, findet bei den „Reese’s“ den Hinweis auf die genmanipulierten Zutaten.
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5 Gedanken zu „Gen-Kekse aus dem Supermarkt. Melden Sie uns weitere Funde!

  1. Zuerst die Gute Nachricht: Angesichts der Vorteile von genetisch veränderten (gv) Pflanzen für die Landwirtschaft und Umwelt wird diese Diskussion in spätestens 10-15 Jahren obsolet sein. Schon jetzt wachsen die Anbauflächen jedes Jahr in den USA, Südamerika, China, Indien und Südafrika rapide. Unsere mobile Jugend, die ja mit zunehmender Globalisierung in der ganzen Welt herumkommt und die dortige Küche kennen lernt, wird gv-Nahrung als größte Selbstverständlichkeit zu sich nehmen. Und auch in Deutschland werden bald umweltbewusste Menschen in dann reformierten Ökoläden Omega-3-Fettsäure-reiche Kost aus GV-Produkten kaufen und auf alle schimpfen, die mit ihrem unverantwortlich hohem Fischkonsum für das Leerfischen der Meere sorgen.
    Die schlechte Nachricht: Weil Deutschland aus ideologischen Gründen die Gentechnik behindert, werden wir ziemlich viel Geld an die Pionierstaaten bezahlen müssen, um uns das alles leisten zu können. Aber Sparmöglichkeiten gibt es ja genug. Es wird wohl wieder die Sozialleistungen treffen.
    Reinhard Szibor

    1. Sehr geehrter Herr Szibor, bitte berücksichtigen Sie diese Website in Zukunft nicht mehr bei Ihren unehrenhaften Tätigkeiten zur Verteidigung Ihrer Geldgeber und deren lebensverachtender Unternehmenszwecke.

  2. Sehr geehrter Herr Webmaster,
    Falls Sie zu den Steuerzahlern gehören, lebe ich auch von Ihrem Geld, denn ich bin unabhängiger Wissenschaftler an einer Universität werde vom Staat bezahlt und arbeite übrigens nicht in der grünen Gentechnik sondern in der Humanmedizin (unehrenhafte Tätigkeit???). Was Menschen verachtend ist, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten: Hier ist eine Sichtweise, die Sie zur Kenntnis nehmen sollten, falls sie das Motto Ihrer Seite (Toleranz Solidarität Zivilcourage) erst nehmen:
    Biologen in der dritten Welt werfen den Wohlstandsländern vor, den weltweiten Hunger nicht ernst zu nehmen. Der Leiter des Biotech-Institutes von der Universität Nairobi/Kenia James Ochanda bringt es auf den Punkt: „Die Anti-Gentechnik-Kampagne sagt weiterhin zu uns Afrikanern: ‚Esst diese Gen-Früchte nicht – und sterbt jetzt.‘ Dabei ist es doch auch möglich, zu uns zu sagen: „Gerade, weil Gen-Food mit den modernsten Methoden getestet, zugelassen und weil es sicher ist – deshalb könnt ihr es wirklich essen!“ Das reiche Europa hat die Wahl: Gen-Food – ja oder nein? – Segen oder Fluch? Hungerländer haben diese Wahl nicht.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Szibor

    1. Hr. Szibor, wir haben es uns überlegt: Sie selbst zeigen auf beeindruckende Weise, wie Sie und Ihres Gleichen nicht davor zurückschrecken, die Armen und Hungernden dieser Erde als Zeugen für Ihre Untaten zu rufen. Wie Sie selbst treffend sagen „Hungerländer haben diese Wahl nicht“. Deshalb bekommen Sie dort schon für eine Schale Reis, was Sie hier teuer bezahlen müssen: ein Europäer, DER DIE WAHL HAT, will eben, wenn er schon nicht „seine“ Meinung vertreten kann, mehr als ein Butterbrot dafür, dass er Ihre Meinung und die Ihrer Auftraggeber vertritt. Aber diese Erfahrung haben Sie ja bereits im Zusammenhang mit Ihrer Lobbyarbeit für einschlägige Düngemittelhersteller gesammelt, die sich ja auch den Kampf um den Hunger auf die Fahnen geschrieben hatten. Schämen Sie sich nicht, Hr. „Humanmediziner“ Prof. Dr.Sizibor?

  3. Auf der Website mit dem verharmlosenden Titel „transgen.de“ läuft gegenwärtig eine Diskussion, in der auch die AnStifter-Website erwähnt wird. Wörtlich heißt es hier in einem Text eines gewissen „Reinhard Szibor“, der den eifrigen Lesern der AnStifter-Website im Zusammenhang mit seinen unqualifizierten Äußerungen zu der Laudatio der Preisträger des Stuttgarter Friedenspreises 2009 Prof. Dr. Susan Bardosz und Prof.Dr. Arpard Pusztai vielleicht noch in Erinnerung ist: „Die Protestindustrie echauffiert sich z. Z. über „Genkekse“. Ich habe mir erlaubt, auf der Internetseite der „Anstifter“ ,angeblich „kritisch und weltoffen“, einen Kommentar einzustellen, der dann zu einem kurzen Dialog mit dem Webmaster führte http://www.die-anstifter.de/?p=5556 . Ein Hinweis auf die Studie von Quaim et al. wurde nach wenigen Minuten gelöscht. http://www.welt.de/wissenschaft/article … etten.html
    http://idw-online.de/pages/de/news335518
    Wissenschaftlich begründete Argumente gelten den fundamentalen Gentech-Gegnern als unanständig. Ich habe es am Samstagabend noch einmal versucht. Mal sehen was passiert. Gruß Reinhard Szibor“
    Es ist nicht so, dass der Hinweis auf die „Studie von Qualm et. al.“ nach wenigen Minuten gelöscht wurde; Dieser Text wurde überhaupt nicht veröffentlicht.
    Statt dessen möchte ich hier die Gelegenheit nutzen um eine Stellungnahme von Brot für die Welt zu veröffentlichen, die auf das immer wieder vorgebrachte Argument der Hungerbekämpfung durch Düngemittel, Pestizide, Genmanipulation,… eingeht. So heißt es in dem Abschnitt mit dem Titel „Erwartungen an die grüne Gentechnik bisher nicht erfüllt“:
    „Die Hoffnungen und Erwartungen an die grüne Gentechnik halten allerdings bisher einer Überprüfung in der landwirtschaftlichen Praxis nicht stand. Zumindest ergibt sich hinsichtlich des Chemikalieneinsatzes ein sehr zwiespältiges Bild, in welchem sich Meldungen über geringere Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel einerseits und über veränderte Schädlingspopulationen, Resistenzen und damit steigenden Bedarf an Spritzmitteln andererseits gegenüberstehen. Pflanzen, die gegen Herbizide resistent sind und derzeit das Gros aller angebauten Gen-Organismen ausmachen, könnten sich auf die Ernährung in den Entwicklungsländern verheerend auswirken. Denn in Afrika und anderen Armutsregionen besteht die Lebensmittelversorgung ländlicher Familien zu mehr als der Hälfte aus der sogenannten Ackerbegleitflora, also „Unkräutern“ und Wildvegetation. Werden solche Pflanzen „weggespritzt“, kann sich zwar der Ertrag der Kulturpflanzen erhöhen, die Ernährungslage insgesamt sich aber dennoch dramatisch verschlechtern.“
    Der vollständigen Text „Grüne Gentechnik taugt nicht zur Hungerbekämpfung“ kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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