Café Endlager
Antiatomarer Widerstand der Neckar-Region in den 70er-Jahren

Cafe Endlager PROGRAMM 21/05 19.30 -22.00 Antiatomarer Widerstand der Neckar-Region in den 70er-Jahren . Lesung und Gespräch mit Wilfried Hüfler aus: Prof. Bechert „Leistet Widerstand!“, 1976, und Hartmut Gründler, Tübingen „Kernenergiewerbung“, 1977)“. Der Atomphysiker Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Bechert (1901-1981) war hessischer SPD-Abgeordneter im Deutschen Bundestag von 1956 bis 1972, zeitweise (1960-63) Vorsitzender des Ausschusses für Atomenergie und Wasserwirtschaft. Nach seinem Ausscheiden trat er als heftiger Kritiker der Energiepolitik unter den Kanzlern Brandt und Schmidt in Erscheinung und galt bald als „Vater der Antiatombewegung“. Als Mitunterzeichner des „Krefelder Appells“ stützte er auch die Friedensbewegung gegen die NATO-Nachrüstung. 
 Hartmut Gründler, Lehrer und Doktorand in Tübingen, hatte, Gandhis „Wahrheitskampf“ und Gewaltfreiheitsprinzip folgend, in den siebziger Jahren sich gegen verfehlte Umweltpolitik gewandt und dann zunehmend u.a. durch Hungerstreiks – beginnend 1975 beim AKW-Bauplatz in Wyhl – gegen die Verlogenheit der regierungsamtlichen Atomenergiepolitik protestiert, bis er in seinem „Experiment mit der Wahrheit“, seinem „Duell“ mit dem Verantwortlichen, Bundeskanzler Helmut Schmidt, sich unterlegen sah und während des Hamburger SPD-Parteitages 1977 (Motto „Vorrang für die Kohle“) sich selbst verbrannte (nicht „aus Verzweiflung“, sondern um ein Zeichen zu setzen). Kunstausstellung Cafe Endlage Täglich von 12-22 Meuterei im Atomkraftwerk STUTTGART Eberhardstraße 65