AnStifterFunken
Ablaufplan/Playlist 11.05.2010

22:00:00 Bumpin’ on Sunset (Wes Montgomery) Es ist wieder soweit. Heute ist Dienstag der 11.5.2010, der zweite Dienstag im Monat, es ist 22.00 Uhr und Zeit für AnStifterFunken.Aus aktuellem Anlass gibt es Änderungen im Ablauf, den wir bereits vor einigen Tagen festgelegt hatten oder meinten festlegen zu müssen. In der heutigen Sendung gibt es einen Beitrag über eine Redaktion des Freien Radios für Stuttgart, die wir bisher noch nicht kannten. Patricia von Radio Libera Stoccarda erzählt ein wenig davon, wie sie ihre Sendung macht, was ihr wichtig ist und wie sie es schafft, zwischen den Beschäftigungen, denen sie zum Geldverdienen nachgeht, jeden Samstag zwischen 12.00 Uhr und 13.00 Uhr eine frische, lebendige Radiosendung zu machen. Auf Italienisch. In einem zweiten Beitrag geht es um den Stuttgarter Friedenspreis, dessen Wahl-Soirée heute Abend im Theaterhaus stattfindet. Peter Grohmann erzählt ein wenig davon, wie lange es den Friedenspreis schon gibt, wie man Preisträger und wie gewählt wird und wann der mit 5000 EUR dotierte Preis vergeben wird. Noch bis zum 23.5. ist in der Eberhardtstraße das von Ralf Schmerberg initiierte Café Endlager geöffnet. Der Fotograph Günter Zint hat die ersten beiden Räume gestaltet und war am vergangenen Freitag anwesend, um einen Vortrag über sein Schaffen im Zusammenhang mit der Anti-Atomkraft-Bewegung zu halten und zahlreiche Bilder der letzten 40 Jahre zu zeigen. AnStifterFunken hat mit Günter Zint gesprochen. Was das Café Endlager ist und wer hinter dem Ganzen steht, erfahrt Ihr ebenfalls heute Abend zwischen 22.00 und 24.00 Uhr auf UKW 99,2 Mhz. Dass im Wendland – und nicht nur dort – häufig militärische Zustände geherrscht haben und herrschen, und der Umstand, dass wieder deutsche Soldaten in Kriegen sterben war Anlass, uns mit etwas zu beschäftigen, das nicht nur vom Pädagogischen her von Bedeutung ist: “die Bundeswehr macht Schule”. Wie und warum sie das macht, wird gegen 23.00 Uhr zu hören sein. Im Rahmen der Reihe “Vergessene Schriftstellerinnen” wird Jo Mihàly, die eigentlich Elfriede Kuhr heißt, vorgstellt. Jo Mihàly wählte ihren Künstlernamen ganz bewusst: sie erlebte als Kind die Diffamierung der Sinti und Roma und gab sich aus Sympathie für diese Minderheit das Pseudonym, das aus dem Ungarischen stammt. Zwischendurch gibt es Musik von Joan as Police Woman, Stacy Rowles und Marian McPartland. Und am Ende gibt es eine Gute-Nacht-Geschichte von Raymond Carver, der zwar nicht persönlich kommen konnte, aber präsent genug sein wird, um Euch bis zum Ende der Sendung wach zu halten. Wenn Ihr im Studio anrufen möchtet, dann könnt Ihr uns über die Stuttgarter 64 00 444 erreichen. Und den Stream, mit dem Ihr uns im ganzen universalen Universum erreichen könnt, findet ihr hür.
22:04:52 Musikansage allgemein Die Musik heute Abend, soweit nicht anders vermerkt, stammt von Joan Wasser, Stacy Rowles und Marian McPartland. Joan Wasser ist eine junge Geigerin, die 1970 in Maine (USA) geboren wurde. Die Songs, die heute aber zu hören sein werden, stammen aus ihrem so genannten Bandprojekt, das sie “Joan as Police Woman” nennt. Joan ist, so Wikipedia, dem Songwritersoul zuzuordnen und nennt selbst als Vorbilder Joni Mitchel und Nina Simone. Die Songs, die Joan für Euch heute Abend singt heißen “Holiday”, “Start of my Heart”, “To be Lonely” und “To be Loved”. Weitere Infos zu der genannten Musikerin findet Ihr unter “MySpace”, wenn Ihr nach “Joan as Police Woman” sucht. Die zweite Dame, die heute Abend Musik macht ist Stacy Rowles. Manchen von Euch wird der Name Jimmy Rowles bekannt sein; Jimmy Rowles ist Jazzpianist und Vater von Stacy Rowles. Ich habe Stacy Rowles bei Marian McPartland entdeckt, die, selbst eine bekannte Jazzpanistin, in den USA eine Radiosendung mit dem Titel “Piano Jazz” moderiert. Marian McPartland selbst ist mit ihrem mittlerweile 92 Jahren ein – ich kann es nicht anders ausdrücken – “Phänomen”. Doch zurück zu Stacy Rowles, einer begnadeten Hornistin, Pianistin und Sängerin, die bereits am 13. Oktober 2009 an den Folgen eines schweren Verkehrsunfall verstarb. Stacy Rowles, deren melancholische Musik ich auch aufgrund der Nähe zu Chet Baker sehr mag, spielt heute Abend “June Light”, “Jonny Mandel”, “Seroa”, “Stars come out at night”, “Take the A Train”, “Last Time I saw you” und schließlich “Time after Time”. Als Hommage an Jimmy Rowles spielt Marian McPartland zwischendurch noch ein Stück, dessen Titel ich leider vergessen habe. Weitere Musikan- und -absagen werdet Ihr in dieser Sendung nicht mehr hören. Gerne könnt Ihr in die Playlist schauen, die Ihr auf der AnStifter-Website unter die-anstifter.de findet.
22:07:22 Joan as Police Woman: Holiday
22:11:45 Einleitung Freies Radio Die AnStifterFunken, die Ihr grade hört, sind eine Redaktion von sehr vielen im Freien Radio für Stuttgart. Wenn es nicht über 100 Redaktionen sind, so sind es auf jeden Fall über 100 Redakteure, die das Freie Radio für Stuttgart auf ganz besondere Weise zu ihrem Radio erklärt haben. Dass das Freie Radio und die AnStifter überhaupt senden können, liegt an einer Vereinbarung die der Landesmedienanstalt abgerunfen wurde. Die Landesmedienanstalt ist auch die Einrichtung, von der das Freies Radio eine kleine Unterstützung für seine Sendetätigkeit erhält, die seit Anfang des Jahres wieder 24 Stunden auf den bekannten Frequenzen UKW 99,2 und Antenne 102,1 Mhz sendet. In unregelmäßigen Abständen wollen wir im Rahmen der AnStifterFunken auf Redaktionen hinweisen, die, wie wir, Freies Radio machen. So habe ich an einem Samstag im April 2010 mit Patricia gesprochen. Sie ist Redakteurin des Radio Libera Stoccarda.
22:12:45 Radio Libera Stoccarda (Einleitung Originalton; Einführung wo wir grade sind; Fragen an Patricia; Antworten; als Abspann wird kurz der Originalton vom Anfang)
22:21:05 Joan as Police Woman: Start of my Heart
22:25:35 Einleitung Gespräch Stuttgarter Friedenspreis Kurz vor der Sendung habe ich mit Peter Grohmann, dem Koordinator der AnStifter, über den Stuttgarter Freidenspreis sprechen können, der heute Abend eine wichtige Hürde genommen hat. Grade eben ist nämlich im Theaterhaus die Wahlsoiree des Stuttgarter Friedenspreises zu Ende gegangen. Hier konnten öffentlich und diskrepant die 26 Vorschläge, die dieses Jahr eingereicht wurden, vorgestellt, verteidigt, verworfen und gelobt werden. Einer dieser Vorschläge wird dann am 21.11.2010 während der so genannten Friedensgala im Theaterhaus den mit 5000 EUR dotieren Preis in Empfang nehmen. Der Stuttgarter Freidenspreis wird in diesem Jahr zum 9 x vergeben. Bisherige Preisträger oder Preisträgerinnen waren: 2003: Die Aktion „Ferien vom Krieg“ des Kommitees für Grundrechte und Demokratie 2004: Lama Taraya, die 16jährige Schülerin wurde fürs Brückenbauen zwischen Palästinsern und Israelis ausgezeichnet 2005: Wolfram Hülsemann, für seine innovative Arbeit gegen Rechtsextremismus und in Unterstützung für die Initiative „Brandenburg gegen rechts“ 2006: Giuliana Sgrena, die ausgezeichnet wurde für ihre mutige und engagierte Berichterstattung gegen Krieg und Terror. 2007: Agostin Aguayo, ein standhafter Pazifist, der von der US-Army dessertierte und dafür ins Gefängnis kam 2008: Poema – Armut und Umwelt in Amazonien 2009: Dr. Susan Bardocz und Dr. Árpád Pusztai für ihre Kritischen Arbeiten im Bereich Genmanipulation
22:28:05 Stuttgarter Friedenspreis: Gespräch mit Peter Grohmann … danke und noch einem schönen Abend!
22:34:03 Joan as Police Woman: To be Lonely
22:39:01 Einleitung zum Statemente von Thomas Jung “Ich habe gestern mit Thomas Jung telefoniert. Thomas ist Rechtsanwalt und ist über die Umfrage gestolpert, die im Moment auf der AnStifter-Website zu finden ist und folgenden Wortlaut hat: Soldaten, die bei Auslandseinsätzen getötet werden, treffen bei mir auf a) Mitgefühl b) Gleichgültigkeit.”
22:39:31 Thomas Jung zur Web-Umfrage der AnStifter: Gleichgültigkeit ist eine schreckliche Gefühl … ist die Gleichgültigkeit eins der schrecklichsten Gefühle.
22:42:21 Joan as Police Woman: To be loved
22:45:24 Beitrag Helmut zur Bundeswehr in Schulen
22:56:32 Stacy Rowles: June Light
23:00:16 Einleitung zu Günter Zint Günter Zint wurde am 27. Juni 1941 und fängt 1959 ein Volontariat bei der DPA Deutsche Presse-Agentur an, wo er zum Bildjournalisten und Redakteur ausgebildet wird und auch später u.a. für Quick (Zeitschrift) und twen (Zeitschrift) arbeitet. Seit 1966 wohnt Zint in Hamburg. Er wird bekannt durch seine Fotos im Hamburger Star-Club; Ende der 1960er gründet er die St. Pauli-Nachrichten, ursprünglich eine linke Boulevardzeitung für die auch Henryk M. Broder und Stefan Aust schreiben. Erst nach dem Verkauf 1971 entwickelt sich das Blatt zu einer Sexpostille. Schwerpunkte in Zints Arbeit sind Umwelt, Soziales, Kiez usw. Günter Zint selbst bezeichnet sich als „Gebrauchsfotograf“. Später wirkt er in der Anti-Atomkraft-Bewegung mit und arbeitet mit Günter Wallraff zusammen, dessen Undercover-Reportagen er seit 1961 begleitet. 1999 verlässt Zint seinen langjährigen Wohnort Hamburg-Altona und zieht in die Gegend von Worpswede.
23:01:46 Café Endlager: Gespräch mit Günter Zint, Fotograph
23:11:25 Stacy Rowles: plays a tune from Johnny Mandel
23:15:51 Café Endlader Beate
23:25:51 Stacy Rowles: Seroa
23:31:41 Vergessene Schriftstellerinnen: Jo Mihàly (1. Teil) Monika und Beate
23:34:34 Vergessene Schriftstellerinnen: Jo Mihàly (2. Teil)
23:40:50 Stacy Rowles: Stars come out at night
23:45:57 Raymond Carver: Nachbarn
24:00:27 Bumpin’ on Sunset (Wes Montgomery) Das war es: AnStifterFunken im Freien Radio für Stuttgart. Die nächste Sendung könnt Ihr am 8. Juni 2010 hören. Wie immer zwischen 22.00 Uhr und 24.00 Uhr. Viel bleibt nicht mehr zu sagen. Hier im Studio waren Beate, Armin und ich. Mein Name ist Burkhard. Wie bereits erwähnt, findet Ihr die Playlist im Internet auf www.die-anstifter.de Nicht alles hat gepasst und das, was gepasst hat, war nicht alles. Vielleicht ein Grund das nächste Mal wieder reinzuhören. Aufhören, anschalten, hinhören: AnStifterFunken im Freien Radio für Stuttgart. Tschüss!