Interview zur Ausstellung
Gerda Taro.Krieg im Fokus (Burkhard Heinz)

Aus aktuellem Anlass: Irme Schaber im Kunstmuseum Stuttgart am 26.3.2010
Frage: Wie sind Sie zu Gerta Taro gekommen?

Stichworte der Antwort: 1994 Biographie Gerta Taro; Tina Modotti und Archivfunde in Salamanca; überraschender Geburtsort Stuttgart; es wurde eine spannende und vielschichtige Angelegenheit
Wie lang braucht es, bis die Bilder einer solchen Ausstellung endlich an der Band hängen?
Nachlass von Robert Capa; Trennung der Arbeiten; Taros Bilder wurden nicht bearbeitet; der „Falling Soldier“ und der Bezug von Gerta Taro zu diesem Bild; gemeinsames Copieright; ab 1937 unter eigenem Namen; trotzdem spätere Umwidmungen; McCarthy-Ära und die Taro-Ausflüchte von Robert Capa; Verdrängung von Gerta Taro; in der DDR gar es eine Wahrnehmung als Teilnehmerin der internationalen Brigaden; Liebesgeschichte Capas; Schwierigkeit für das Museum; Warum erst jetzt; Generationswechsel; positive Wahrnehmen auch von Robert Capa
Wie sieht die Überarbeitung der Biographie aus?
Spekulationen wurden zu Tatsachen; wissenschaftliche Heransgehensweise
Wie würde man die Ausstellung heute anders machen?
Es gibt eine Modifizierung z.B. beim Falling Soldier; aber erst nach 2000 konnten Bilder klar identifiziert werden; die Diskussion muss von der Taro-Seite untersucht werden; es gibt neue Erkenntnisse die neu zu formulieren wären; Brunete-Vorkommnisse sind noch nicht erwähnt.