Liken und Sinn machen. Über Sprache und Kritik

Mo, 25. Januar 2016, 19:30 Uhr
HTWG Konstannz, Brauneggerstraße 55, 78462 Konstanz
Veranstalter: Studiengängen Kommunikationsdesign
Wichtiges: Aula der HTWG, Gebäude A
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Das einzige, was ungestraft verletzt werden dürfe, sei die Sprache, beklagte einer ihrer Meister, der Satiriker Karl Kraus. Gehen wir mit der Sprache sorgfältig genug um, wenn wir Wendungen wie »liken« oder »Sinn machen« benutzen? Oder unterliegt Sprache stets einem Wandel, der nicht aufzuhalten und zu akzeptieren ist?
Wer den Sprachwandel akzeptiert, sieht womöglich keinen tieferen Sinn in einer Sprachkritik und könnte die Ansicht vertreten, Stil sei nur Geschmackssache. Im Gegensatz dazu wird der Vortrag dafür plädieren, Stil als ein ethisches und ein existenzielles Phänomen anzusehen. Dabei wird untersucht, welche Bedeutung Sprache für das Menschsein hat, welche Funktion sie im Erkenntnisprozess und für die Wissenschaft übernimmt, wie sie Waffe und zugleich Gegenstand der Kritik ist, wie sie gepflegt werden kann und warum das für das Leben in einer Gesellschaft und für das Leben des Einzelnen von Bedeutung ist.

Referent:
Volker Friedrich ist Professor für Schreiben und Rhetorik an den Studiengängen Kommunikationsdesign und ist Gründungsmitglied und Direktor des Instituts für professionelles Schreiben (IPS) an der Hochschule Konstanz. Er studierte an der Universität Stuttgart Philosophie, Germanistik sowie Politikwissenschaften, schloss als »Magister Artium« ab und promovierte in Philosophie mit einer medientheoretischen Arbeit. Er absolvierte eine Ausbildung zum Redakteur und arbeitet als Journalist, Kritiker und Publizist für zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten im In- und Ausland.
Friedrich publiziert insbesondere zu philosophischen Fragen. Zuletzt erschien: »Massen, Medien, Menschen. Aspekte philosophischer Anthropologie im Zeitalter der Massenmedien« (Münster 2012). Er ist Herausgeber des wissenschaftlichen EJournals »Sprache für die Form« (www.designrhetorik.de).
Für das Studium generale der Hochschule Konstanz organisiert Friedrich seit dem Sommersemester 2005 regelmäßig Vortragsreihen.

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