Karlheinz Rößler
Klimakiller Beton

Mi, 8. Mai 2019, 20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Museum unter der Yburg, Hindenburgstr. 24, 71394 Stetten im Remstal (Gemeinde Kernen)
Veranstalter: Parteifreies Bündnis Kernen
Wichtiges:

Weltweit werden inzwischen pro Jahr 26 Milliarden Tonnen Beton verbaut. Für Hochhäuser, Straßen, Häfen – und Tunnels.

Um Betonbauwerke errichten zu können, braucht man Kies, Sand Zement (als Bindemittel) und Stahl zur Bewehrung. Das ist hoch problematisch: Die Verfügbarkeit von Sand und Kalksandstein (Rohstoff für Zement) nimmt immer weiter ab. Die Herstellung von Zement und Stahl trägt mit ca. 20% zum weltweiten Ausstoß von Kohlendioxid und damit zur Erderwärmung bei. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit.

In unserer unmittelbaren Umgebung finden sich zwei Tunnelprojekte, in denen Hunderttausende Tonnen Beton verarbeitet wurden bzw. werden: 60 km Tunnel für Stuttgart 21, 30 km Tunnel für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Hinzu kommt noch der Gotthard Basistunnel mit 57 km. Diese Projekte werden staatlicherseits und von der EU massiv mit Steuergeldern gefördert.

Der Sozialwissenschaftler Karlheinz Rößler, Jahrgang 1948, war von 1991 bis 2013 Geschäftsführer der Vieregg-Rössler Verkehrsberatung in München und ist durch seine Gutachten zur Verkehrs-Großprojekten (S21, Transrapid, Fehmarnbelt-Querung) bekannt geworden. Seit seinem Ruhestand beschäftigt er sich mit dem Treibhausgas-Ausstoß von betonintensiven Verkehrsbauwerken.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Verschlagwortet mit: Architektur‚ Stadtplanung & Städtebau, Nachhaltigkeit, Umweltschutz/Ökologie, Verkehrspolitik