Doku zum Streik der Minenarbeiter 2012 in Südafrika
„Miners shot down“

Di, 25. Oktober 2016, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr
Kommunales Kino in Weinstadt, Stiftshof Beutelsbach, Stiftstraße 32, 71384 71384 Weinstadt-Beutelsbach
Veranstalter: Kommunales Kino Weinstadt
Wichtiges:

Südafrika 2014, 86 Minuten, Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Rehad Desai

Der Film wird in Anwesenheit von Simone Knapp, Koordinatorin bei der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Heidelberg, gezeigt.

Im August 2012 kommt es in Marikana bei Rustenburg, Südafrika zum Streik der Minenarbeiter. Lonmin zahle zu wenig, stelle nur eine mehr als mangelhafte Unterbringung zur Verfügung und trage somit zu den slumartigen Bedingungen um die Lonmin Minen bei. Lonmin entzieht sich Gesprächen, während die Gewerkschaft National Union of Mineworkers (NUM) zwielichtige Positionen einnimmt. Der Streik spitzt sich zu. Es sterben Sicherheitskräfte sowie Minenarbeiter. Die Polizei bespricht ihr weiteres Vorgen. Schließlich beendet sie den Streik mit Gewalt und erschießt hierbei 34 Minenarbeiter, zum Teil auf der Flucht.

Der Dokumentarfilm schlüsselt die Ereignisse detailliert auf, die sich vom 11.-16. August 2012 in Marikana zugetragen haben.

„Miners shot down“ erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, unter anderem 2015 den International Emmy Award für den besten Dokumentarfilm.

Südafrika ist mit einem Anteil von 80 Prozent an der Gesamtfördermenge der mit Abstand größte Platinproduzent weltweit. Das wertvolle Edelmetall ist sehr gefragt und findet unter anderem in Fahrzeugkatalysatoren Verwendung. Der Konzern BASF aus Ludwigshafen ist einer der wichtigsten Geschäftspartner von Lonmin. Das Ludwigshafener Unternehmen verwendet das Platin aus Südafrika für den Bau von Katalysatoren.
Eine Delegation aus Südafrika war Anfang des Jahres in Deutschland und nahm unter anderem an der Aktionärsversammlung von BASF teil. Der anglikanische Bischof Jo Seoka aus Südafrika ist einer der drei Hauptrepräsentanten, die von den Minenarbeitern eingesetzt wurden, um ihren Kampf für Gerechtigkeit zu unterstützen. Gemeinsam mit zwei Witwen von Marikana und zwei Vertreterinnen der Apartheid-Opferorganisation Khulumani Support Group wies Bischof Seoka den Konzern auf die Lieferkettenverantwortung hin und forderte Entschädigung.
Die KASA-Koordinatorin Simone Knapp hat die Delegation bei ihrer Tournee durch Deutschland begleitet . Sie war im Juni in Südafrika und traf die Delegation nochmals vor Ort. Darüber wird sie uns im Anschluss an den Film berichten.

Verschlagwortet mit: Afrika, aktuelle Politik, Bewegungen, Gewerkschaft

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